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    Laut einer von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) finanzierten Studie bewegen sich 85 Prozent der Mädchen und 78 Prozent der Jungen weniger als eine Stunde am Tag. Damit erfüllen durchschnittlich 81 Prozent der Jugendlichen nicht die Bewegungsempfehlung der WHO, zu der neben Freizeit- und Schulsport beispielsweise auch aktives Spielen, Hausarbeit, zu Fuß gehen oder Fahrradfahren zählt.


    Vier von fünf Jugendlichen bewegen sich deutlich zu wenig, Mädchen sind noch stärker betroffen als Jungen. So lautet das Ergebnis einer Studie, die von Wissenschaftlern der WHO, des Imperial College in London und der Universität West-Australien durchgeführt und in der Fachzeitschrift "Lancet Child & Adolescent Health Journal" veröffentlicht wurde. Sie basiert auf Daten aus Umfragen unter 1,6 Millionen Schülern im Alter zwischen 11 und 17 Jahren aus 146 Ländern. Trauriger Spitzenreiter war Südkorea, wo im Jahr 2016 94 Prozent der Kinder nicht ausreichend körperlich aktiv waren. Am besten schnitt Bangladesch mit 66 Prozent ab.

    In 15 Jahren hatte sich die Situation nur um ein Prozent verbessert. Damit erscheint das 2018 gesetzte Ziel, dass 70 Prozent der mangelnden körperlichen Aktivität unter Jugendlichen bis 2030 beseitigt werden soll, unerreichbar.

    Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen

    Manche Länder, in denen Nationalsportarten begeistert ausgeübt werden, kommen dem Ziel eher näher: Jungen in den USA standen mit "nur" 64 Prozent mangelnder Bewegung vergleichsweise gut da. Für Mädchen wurden die geringsten Werte in Ländern gefunden, wo sie verstärkt zur Hausarbeit herangezogen wurden, beispielsweise in Bangladesch und Indien.

    Eine der Autoren, Dr. Fiona Bull von der WHO, kommentierte die Ergebnisse: "Die Studie unterstreicht, dass junge Menschen das Recht haben zu spielen und die Möglichkeit erhalten sollten, ihr Recht auf körperliche und geistige Gesundheit und Wohlbefinden zu verwirklichen. Ein starker politischer Wille und Handeln sind erforderlich, um die Tatsache anzugehen, dass vier von fünf Jugendlichen nicht die sozialen, physischen und psychischen Vorteile von regelmäßiger körperlicher Aktivität genießen."

    ZOU

    Quelle: DOI 10.1016/S2352-4642(19)30323-2

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